08.09.2026
Marktkommentar Heizoel 08.09.2026
08.09.2026
Mittlerweile mehr als 6 Monate dauert der Konflikt zwischen Iran und den USA schon an, und die Hängepartie im Nahen Osten geht noch weiter.
Nach einer etwas ruhigeren Zwischenphase im August sind die Kampfhandlungen in den letzten Tagen wieder aufgeflammt. Nachdem die USA Raketenstellungen auf der Insel Larak unter Beschuss nahmen, folgte prompt die Retourkutsche mittels eines persischen Angriffs auf einen US-Stützpunkt in Jordanien. So weit, so schlecht. Fakt ist, dass die logistische Gesamtsituation nach wie vor extrem unübersichtlich ist. Welche Parteien wieviele Schiffe und Waren durch die Strasse von Hormus schleusen und wie schnell die Golfstaaten vorankommen, ihre alternativen Transport-Routen zu bauen; die Informationen darüber sind sehr uneinheitlich.
Die Heizoelpreise im Inland sind mittlerweile wieder auf über 140 Franken pro hundert Liter gestiegen, letztmals bewegte man sich im vergangenen April in solchen Preissphären. So lange sich keine Fortschritte an der diplomatischen Front abzeichnen, kann man wohl nicht mit deutlich tieferen Preisen rechnen; umso mehr als wir kurz vor Beginn der Heizperiode stehen. Wer beim Heizoel knapp ist, steht vor der Entscheidung, seinen Tank aufzufüllen oder eine Teilmenge zu beziehen. Sollte sich die Lage innert nützlicher Frist beruhigen und die Preise massiv sinken, lohnt sich so eine partielle Bestellung. Bei gleichbleibend hohen Notierungen dann entsprechend aber nicht, da für jede Lieferung separate Abladekosten anfallen. Noch ist spätsommerliches Wetter angesagt, aber der Herbst kommt bald. Nicht nur Heizoel, auch guter Rat ist also teuer!