10.04.2026
Marktkommentar Heizoel 10.04.2026
10.04.2026
Seit gestern Donnerstag ist der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran nun in Kraft getreten. Auch wenn noch ganz viele Fragen offen sind, scheinen die Waffen mittlerweile tatsächlich beidseitig zu schweigen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für Verhandlungen auf Hochtouren, die Gespräche sollen morgen Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad aufgenommen werden. Die anhaltende israelische Militäroperation im Südlibanon ist dabei nur eines von diversen Themen, wo die Standpunkte der beiden Konfliktparteien meilenweit auseinander liegen. Auch in Bezug auf die iranische Atomanreicherung, die US-amerikanische Präsenz in der Golfregion oder auch das logistische Management an der Wasserstrasse von Hormuz braucht man aktuell ganz schön viel Fantasie, um sich nur schon Lösungsansätze vorzustellen.
Die Oelnotierungen haben sich nach dem Peak vom Wochenbeginn aufgrund der militärischen Deeskalation ein wenig beruhigt. Von Normalität und den Warenpreisen aus der Vorkriegsphase kann man aber wohl noch längere Zeit nur träumen. Erstens bleibt abzuwarten, ob die Waffenruhe wirklich hält, zweitens ist noch völlig offen, ob man sich bei den Gesprächen tatsächlich annähern kann und drittens werden die Verzögerungen bei den Schiffstransporten und die Schäden an der Infrastruktur den Markt noch über Wochen und Monate beschäftigen.
Guter Rat beim Einkauf ist im Moment also noch etwas teurer als sonst: Während man bei den Treibstoffen kaum grossen Spielraum hat, verschafft der aktuelle Zeitpunkt im Frühling – am Ende der laufenden Heizperiode - manchem Heizoel-Bezüger etwas Luft für die Beschaffung. Wobei es – wie schon erwähnt - noch nicht in Stein gemeisselt ist, dass man schon im Verlauf des kommenden Sommers wieder von deutlich tieferen Preisen profitieren kann.