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17.03.2026

Marktkommentar Heizoel 17.03.2026

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Es klingt verrückt, aber langsam beginnt sich die Welt auch an die kriegerischen Aktionen rund um den Iran zu gewöhnen. Zumal sich in den letzten Tagen gefühlt keine klare Tendenz herauskristallisiert, in welche Szenarien sich dieser Konflikt noch entwickeln könnte. Ist ein Sturz des mörderischen Regimes realistisch oder sitzen die Mullahs noch fest im Sattel? Gelingt es der amerikanisch-israelischen Allianz den iranischen Machtapparat durch Luftangriffe so weit zu schwächen, dass sich die persische Bevölkerung aus dem Untergrund wagt? Und wie lange sind die Iraner noch in der Lage, die Strasse von Hormuz militärisch fast nach Belieben zu kontrollieren und damit den Warenfluss aus dem Persischen Golf zu blockieren?  Viele Fragen stehen im Raum und auch Donald Trump wirkt mittlerweile etwas weniger siegesgewiss als noch vor einigen Tagen.

Fakt ist, dass sich die Oelnotierungen aufgrund des praktisch lahmgelegten Schiffsverkehrs durch die circa 50 Kilometer breite Meerenge natürlich auf deutlich höherem Niveau halten. Immerhin 20 Prozent der weltweiten Produktion wird normalerweise auf dieser Transportroute befördert. Diese Preisaufschläge führen zu Unmut in der restlichen Welt, steigende Energiekosten sorgen natürlich nirgendwo für Begeisterung. Viel Ärger allenthalben also: Während die Einen um Leib und Leben bangen, regen sich die Anderen über die hohen Spritpreise auf.

Im Inland sind die Heizoelpreise mittlerweile auf über 125 Schweizer Franken gestiegen, den höchsten Wert seit mehr als 3 Jahren. Immerhin scheint das Aufwärtspotenzial nicht mehr riesig zu sein, die Notierungen bewegen sich seit ein paar Tagen eher in einem Seitwärtskanal. Dies immer unter der Voraussetzung, dass der Krieg im Nahen Osten nicht noch völlig eskaliert: Eine Ausweitung der Kampfhandlungen auf zusätzliche Länder oder sogar Terroranschläge in der westlichen Welt könnten die Auswirkungen – auch auf die Oelpreise - nochmals dramatisch steigern.