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24.02.2026

Marktkommentar Heizoel 24.02.2026

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Das mehr als 300 Meter lange US-Kriegsschiff mit dem klangvollen Namen „USS Gerald R. Ford„ liegt vor der Insel Kreta in Stellung. Der grösste Flugzeugträger der Welt ist Teil der gewaltigen Armada, die die USA im östlichen Mittelmeer zusammengezogen haben. Trotz dieser beeindruckenden militärischen Drohkulisse sollen gemäss dem omanischen Aussenminister Badr al-Busaidi am kommenden Donnerstag in Genf die nächsten Verhandlungen zwischen Iran und den USA stattfinden. 

In dieser sehr angespannten politischen Situation hat der Oelmarkt wieder tüchtig zugelegt. Unsicherheit ist immer Gift für attraktive Preise und momentan ist so ziemlich alles unklar. Wenn man’s genau nimmt, weiss man nicht mal, welche Ziele der US-amerikanische Präsident im Konflikt mit dem Mullah-Regime verfolgt. Geht’s eigentlich nur um die iranische Atom-Infrastruktur, welche man ja vor Monaten schon mal entscheidend zu zerschlagen versuchte? Das würde vor allem die Israelis freuen, welche sich da primär bedroht fühlen dürfen. Oder geht’s um einen politischen Umsturz in Teheran? Für dieses Szenario gibt’s natürlich auch warnende Stimmen; gross ist der Respekt davor, nach Irak und Libyen ein weiteres Land und vielleicht auch eine ganze Region zu destabilisieren. 

Unterstützend für die Notierungen wirkt in diesen Tagen auch der massive Wintereinbruch, unter dem der Nordosten der USA ächzt. Heftige Stürme mit Unmengen Schnee haben dazu geführt, dass nach wie vor Tausende von Haushaltungen ohne Strom sind und das öffentliche Leben praktisch lahmgelegt ist.