26.03.2026
Marktkommentar Heizoel 26.03.2026
26.03.2026
Die Situation rund um den Krieg im Iran präsentiert sich mittlerweile so unübersichtlich wie kaum je zuvor. Und wie immer bei kriegerischen Ereignissen ist es gar nicht so einfach, verlässliche Informationen zum aktuellen Geschehen zu erhalten. Während linke Medienportale eigentlich jedwelche Aktionen von Donald Trump kritisch beurteilen, auch weil sie sich einen Misserfolg des ungeliebten amerikanischen Präsidenten wünschen, wird das Ganze von konservativen Beobachtern deutlich wohlwollender kommentiert. Unabhängiger Journalismus ist heutzutage sowieso zunehmend dünn gesät: Ist der Wunsch erstmal der Vater des Gedankens, ergibt sich fast gezwungenermassen eine Schlagseite.
Am letzten Wochenende hatte sich die Lage nach Trumps 48-Stunden-Ultimatum zuerst zugespitzt, danach aber recht kurzfristig wieder deutlich entspannt. Von Verhandlungen war ab Dienstag die Rede, was schon erste Hoffnungsschimmer auf eine nachhaltige Deeskalation weckte. Seit gestern macht sich diesbezüglich aber wieder Ernüchterung breit: Zu weit entfernt von einander scheinen die Positionen, als dass man nur im Ansatz Phantasien für einen positiven Verlauf entwickeln könnte.
Auch wenn vereinzelt Unkenrufe ertönen, man müsse bei gleichbleibenden Bedingungen an der Strasse von Hormuz zeitnah mit Versorgungsengpässen rechnen, macht sich logistisch noch nicht die ganz grosse Nervosität breit. Zumindest kurzfristig sind genügend Reserven als Pufferung vorhanden: Das kann aber nicht verhindern, dass sich die Preise nach wie vor auf auf einem massiv höheren Niveau bewegen, Bauchschmerzen für Konsumenten sind entsprechend vorprogrammiert!