Nach der Lehre zum Unterhaltungselektroniker absolvierte Rainer Bächli eine Zusatzlehre als Töffmechaniker. Aber ganz bewusst nicht im Unternehmen seines Vaters Felix Bächli. Anschliessend ging er in die RS und ein Jahr in die USA, wo er bald regelmässig in der Werkstatt eines Harley-Davidson Händlers anzutreffen war, mit dem er am Wochenende als Mechaniker mit an die Rennen ging.
Erst danach, im Juli 1997, fing Rainer Bächli im Betrieb seines Vaters an und montierte als erstes die «Harley only» Parkschilder vor dem Haus ab, denn er war schon damals offen für alle Marken. Doch zuerst erlebte er die goldenen Jahre für Harley und immer ausgefallenere Custom Bikes.
2012 hatte Harley-Davidson weltweit das beste Jahr, Bächli Motorcycles wagte einen grossen Umbau und eröffnete 2014 an einem sonnigen Wochenende mit über 10'000 Besucherinnen und Besucher. 2018 übernahm Bächli einen zweiten Standort mitten in der Stadt Zürich, aber nicht für lange. Denn bereits Mitte 2019 sah Rainer Bächli, wie die Verkäufe einbrachen und begann, sich Sorgen zu machen.
BMW Motorrad kam auf ihn zu und Harley-Davidson gab grünes Licht für eine zweite Marke. «Wir haben sechsstellig investiert, eine zusätzliche Treppe eingebaut. Alles, um die Trennung der Markenwelten so zu gestalten, wie Harley das wollte», sagt Rainer Bächli. Doch nach der Pandemie im 2021 wollten die Amerikaner nur noch «Harley only» Händler. Als Bächli sich weigerte, wurde der Vertrag nicht mehr verlängert.
«Ich wollte immer etwa drei Marken», erklärt er, was ihm seit der Jugend vorschwebte. 2022 wurde dieser Traum wahr und Bächli Motorcycles konnte Triumph ins Angebot aufnehmen. Er war anschliessend vier Jahre offizieller Triumph Händler und führt die Marke nun wie Harley-Davidson als unabhängiger Spezialist weiter.
Ende 2025 startete er als offizieller Vertreter der chinesischen Marke CF Moto. An der Moto Zürich 2026 übernahm er vom Importeur fast alle Ausstellungsmodelle und war fortan der einzige Händler, der die ganze Flotte im Haus hatte. Aus der ganzen Deutschschweiz kamen Interessierte nach Dietikon.
Daneben führt er noch Roller von Sym, die im urbanen Umfeld gut ankommen und ganz neue Leute ins Geschäft bringen. So sind es heute fünf Marken, «die sich alle nicht kannibalisieren», wie er zufrieden feststellt.
Und wie ist die Beziehung zu Midland? Rainer Bächli erklärt zufrieden lächelnd: «Wir hatten früher Kendall und später Quaker State von Oel-Brack AG. Dann hatten wir eine persönliche Beziehung zu einem anderen Anbieter und jetzt sind wir zurück. Für uns passte der Wechsel zu Midland, wir sind zufrieden. Wir wollten qualitativ hochwertiges Öl und eine namhafte Marke – und das haben wir mit Midland. Die Zusammenarbeit ist perfekt.»